BDSM Game
Nischensimulator mit abwechslungsreichen Kulissen und solidem Editor, nach der Registrierung kostenlos. Ein VR-Modus fehlt, und die Oberfläche wirkt veraltet.
Unser Fazit
Stärken
- Abwechslungsreiche Kulissen
- Solider Editor
- Nach Registrierung kostenlos
Schwächen
- Kein VR
- Auf Dauer repetitive Animationen
- Veraltete Oberfläche
BDSM Game ist ein Simulator, der sich auf Bondage sowie auf Dominanz- und Unterwerfungsverhältnisse spezialisiert. Er hebt sich weniger durch sein Thema ab, das andere Titel streifen, als durch die Menge an Ausrüstung und Orten, die er bereitstellt, und durch eine gemeinschaftliche Dimension, die den meisten Simulatoren fehlt. Eine Szene wird hier von Anfang bis Ende zusammengestellt, bis hin zu Kamerawinkeln und Helligkeit.
Wovon dieses Spiel genau handelt
Bondage bezeichnet eine Praktik, die auf Fesselung und Bewegungseinschränkung beruht: den Partner binden, ihm den Mund verschließen, seine Bewegungen begrenzen, damit er das Vergnügen passiv empfängt. Diesem Register ist der Titel vollständig gewidmet.
Er steht damit am entgegengesetzten Ende der klassischen Simulatoren.
Wo die meisten Spiele des Genres das sinnliche Verhältnis oder die Vielzahl der Partner betonen, baut dieses alles um das Zusammenspiel von Dominanz und Unterwerfung herum auf. Der Katalog wendet sich ausdrücklich an Liebhaber von Einschließung und Zwangsspielen, mit der zugehörigen Ausrüstung: Zwangsjacken, Säcke, Aufhängevorrichtungen, Halskrausen, Latexanzüge und weiteres Gerät. Das Spiel nimmt für sich in Anspruch, weder Einschränkung noch Zensur zu kennen, woraus sich der Umfang des Objektkatalogs erklärt.
Wie eine Szene beginnt
Der Einstieg ist kurz. Sie melden sich an, legen Ihr eigenes Geschlecht sowie die Umrisse Ihrer Figur fest und beginnen zu spielen. Danach lässt Ihnen das Spiel jede Freiheit, das Erscheinungsbild des Partners, das Ihres Avatars und die Umgebung der Szene zu bestimmen.
Drei Elemente werden also vor dem Start geregelt: Sie, das Gegenüber und die Kulisse.
Kleidung und Zubehör
Hier entfaltet der Katalog seine ganze Breite, und an diesem Punkt ist dem Titel schwer beizukommen. Die Garderobe zählt Hunderte von Kleidungsstücken und einschlägigen Objekten. Sie umfasst Dessous und Netzstrümpfe, dazu die für das Register typischen Materialien: PVC, Latex, Leder und Gummi.
Eine zweite Familie versammelt die kodifizierten Rollenspielkostüme.
Dort finden sich das Sekretärinnenkostüm, Uniformen von Soldaten oder Stewardessen und weitere Ausstattungen derselben Art, jede an eine bestimmte Situation gebunden. Eine dritte Kategorie fasst die eigentlichen Werkzeuge zusammen: Spielzeug, Dildos, Peitschen und jene Instrumente, die dazu dienen, den Partner zu führen und zu unterwerfen. Diese Aufteilung in Familien ist es, die eine stimmige Szene ermöglicht, statt unpassende Elemente aufeinanderzustapeln.
Die Orte
Die Kulissenbibliothek folgt demselben Anspruch und verlässt das Gewöhnliche deutlich. Zu den erwartbaren Wohnräumen, Schlaf- und Badezimmern, treten deutlich stärker geprägte Umgebungen: dunkle Verliese, Sportlerumkleiden, ein Flugzeuginneres, ein Stall.
Jeder Ort verändert das Aussehen einer Szene wirklich, und nicht nur ihren Hintergrund.
Praktisch heißt das, dass die Kulissenwahl nicht am Ende der Vorbereitung steht, sondern am Anfang. Ein Verlies verlangt andere Kleidung und anderes Gerät als eine Umkleide, und wer den Ort zuletzt festlegt, muss die übrigen Einstellungen häufig noch einmal anfassen.
Die Steuerung von Kamera und Licht
Technisch ist das der am weitesten gediehene Aspekt des Titels. Über Figur, Orte, Ausrüstung und Werkzeuge hinaus steuern Sie den gesamten Ablauf: die Positionen, die Intensität, dazu aber auch die Kamerawinkel und den Grad der Helligkeit.
Diese beiden letzten Regler sind in einem Simulator für Erwachsene selten.
Sie befördern Sie vom Zuschauer zum Regisseur, denn derselbe Ablauf, aus einem anderen Winkel und in einem anderen Licht gefilmt, erzeugt eine völlig andere Wirkung. Genau das verlängert auch den Reiz des Spiels über die Entdeckung des Katalogs hinaus: Wenn die Ausrüstung durchgesehen ist, bleibt die Inszenierung.
Die gemeinschaftliche Dimension
Sie unterscheidet den Titel deutlich von den meisten Simulatoren, die einsame Erlebnisse sind. Hier lässt sich mit anderen verbundenen Personen spielen, was die Natur der Übung verändert: Der Partner ist nicht mehr bloß eine im Editor eingestellte Figur.
Das Spiel erlaubt außerdem, die eigene Erfahrung zu teilen und zu kommentieren.
Wer allein spielen will, verliert dadurch nichts, denn der Modus bleibt eine Option.
Der Austausch läuft direkt mit Ihrem Spielpartner oder mit den übrigen Mitgliedern der Gemeinschaft. In einem so stark kodifizierten Register, dessen Praktiken auf genauen Verabredungen beruhen, hat diese Möglichkeit einen echten praktischen und nicht nur geselligen Wert.
Der Umfang der Garderobe hat allerdings eine Kehrseite, die vor dem ersten Zusammenstellen bekannt sein sollte. Bei Hunderten von Einträgen dauert das Durchsehen der Listen länger als das Spielen der Szene selbst, und die Suchfunktion des Menüs hilft dabei nur begrenzt weiter.
Die Videobibliothek
Das Spiel beschränkt sich nicht auf die spielbaren Szenen. Der Mitgliederbereich enthält einen Video-Reiter, der Tausende archivierter Videos führt, kostenlos einsehbar, wobei allein die Kategorie Bondage Tausende indexierter Inhalte versammelt.
Hinzu kommt ein Verweis auf eine weitere Seite rund um Dominanzfantasien, deren Videos sich herunterladen lassen.
Das ist eine substanzielle Ergänzung, und sie verändert die Rechnung: Der Titel erschöpft sich nicht in seinem Szeneneditor, er öffnet auch einen Videobestand, den wenige Simulatoren mitbringen.
Was die Maschine leisten muss
Das Spiel lädt sehr schnell, doch diese Geschwindigkeit hat Bedingungen. Sie setzt einen guten Rechner und eine ausgezeichnete Internetverbindung voraus, wobei beide etwa gleich schwer wiegen.
Das ist die einzige echte Voraussetzung, die Sie vor dem Start prüfen sollten.
Auf einer bescheidenen Konfiguration oder in einem instabilen Netz verschlechtert sich das Spielerlebnis, und das wissen Sie besser vorher als nachher. Nichts deutet umgekehrt darauf hin, dass eine Maschine der Oberklasse nötig wäre: Es zählt die Kombination, nicht die rohe Leistung.
Lohnt sich der Versuch?
Ja, wenn dieses Register genau jenes ist, das Sie suchen. Die Verbindung aus einem nach Hunderten von Stücken zählenden Ausrüstungskatalog, abwechslungsreichen Kulissen, Reglern für Kamera und Licht sowie der Möglichkeit, mit anderen Personen zu spielen, hebt den Titel über das, was breit aufgestellte Sexspiele auf diesem Feld anbieten.
Nein, wenn Sie einen vielseitigen Simulator oder ein rein einsames Erlebnis suchen. Dieses Spiel ist um ein einziges, offen benanntes Register herum gebaut, und es strebt nicht darüber hinaus.
Kann man mit anderen Personen spielen?
Ja. Das Spiel erlaubt es, mit anderen verbundenen Personen zu spielen und sich direkt mit dem Spielpartner oder den übrigen Mitgliedern der Gemeinschaft auszutauschen.
Was lässt sich anpassen?
Ihr Geschlecht und die Umrisse Ihrer Figur, das Erscheinungsbild Ihres Partners, die Umgebung der Szene sowie Kleidung, Zubehör und Werkzeuge.
Wie viele Objekte und Kleidungsstücke stehen bereit?
Mehrere Hundert Kleidungsstücke und einschlägige Objekte, verteilt auf Dessous, typische Materialien, Rollenspielausstattungen und Werkzeuge.
Lässt sich die Kamera steuern?
Ja. Kamerawinkel und Helligkeitsgrad sind einstellbar, zusätzlich zu den Positionen und der Intensität der Szene.
Gibt es Inhalte außerhalb der spielbaren Szenen?
Ja. Ein Video-Reiter im Mitgliederbereich öffnet kostenlos Tausende archivierter Videos sowie einen Verweis auf eine Seite rund um Dominanzfantasien.
Häufige Fragen
Welche Note bekommt BDSM Game?
BDSM Game erreicht 7.3 von 10, berechnet aus vier gewichteten Kriterien: Grafik 7.4, Gameplay 7.2, Inhalt 7.6, Bedienung 7.0.
Auf welchen Plattformen läuft BDSM Game?
BDSM Game läuft auf PC.
Unterstützt BDSM Game VR-Headsets?
Nein, BDSM Game bietet keinen VR-Modus.