Overwatch-Parodie
Hero-Shooter-Parodie mit klar unterscheidbaren Figuren und einem Teammodus, wie er im Genre selten ist. Der Grafikstil bleibt erkennbar, der Inhalt dahinter dünn.
Unser Fazit
Stärken
- Klar unterscheidbare Figuren
- Teammodus vorhanden
- Sauberer Grafikstil
Schwächen
- Wenig Inhalt neben dem Ensemble
- Träges Matchmaking zu Randzeiten
- Keine Solokampagne
Die Overwatch-Parodie überträgt die Codes des farbenfrohen Hero Shooters in ein Pornospiel für Erwachsene. Sie übernimmt dessen Aufbau: ein Ensemble klar typisierter Figuren, jede mit eigener Silhouette und eigener Farbpalette, dazu ein Teamrahmen, in dem online neben anderen Personen gespielt wird. Eine Umsetzung ist das nicht, und der Titel hat keinerlei Verbindung zu dem Shooter, dessen Erscheinungsbild er sich ausleiht. Es handelt sich um eine unabhängige Produktion, die auf den sofortigen Wiedererkennungswert eines Grafikstils setzt.
Was die Parodie übernimmt
Geliehen wird die Form, nie der Kern. Der Titel reproduziert das, was das Genre auf den ersten Blick erkennbar macht: kräftige Farben, saubere Konturen, Figuren, die als lesbare Archetypen gebaut sind, die Scharfschützin, die Mechanikerin, die Robotereinheit, die maskierte Heldin. Keine existierende Figur wird namentlich genannt oder eins zu eins übernommen; es sind neu gezeichnete Typen, die an eine visuelle Familie erinnern, ohne deren Gestalten zu kopieren.
Der Grafikstil ist sauber, und das ist das erste Argument des Titels.
Wo viele Parodien sich mit generischen Modellen begnügen, denen ein Kostüm übergestülpt wird, arbeitet diese hier an der Silhouette jeder einzelnen Figur, damit man sie ohne Namensschild auseinanderhält. Die Lesbarkeit ist mit Abstand ihre Stärke, und sie hält über die Zeit, weil sie nicht an der Feinheit der Texturen hängt, sondern an der Zeichnung selbst. Die Kehrseite zeigt sich schnell: Ist das Ensemble einmal entdeckt, erweist sich der eigentliche Inhalt als dünn.
Die Figurenauswahl
Das Spiel legt nicht das gesamte Ensemble auf einmal vor. Bei jedem Start schlägt es eine begrenzte Auswahl vor, zufällig aus den verfügbaren Figuren gezogen, und gewählt wird innerhalb dieses Vorschlags statt in einem vollständigen Katalog. Das Prinzip stammt aus Team-Shootern, in denen die Aufstellung zu Beginn der Partie festgelegt wird, und es hat den Vorzug, Abwechslung zwischen zwei Sitzungen zu erzeugen.
Einen offensichtlichen Nachteil hat es auch, sobald man eine bestimmte Figur sucht.
Nichts garantiert, dass sie in der Ziehung auftaucht, und man muss neu starten, um sie womöglich zu sehen. Wer den Titel als Folge kurzer Partien begreift, kann damit leben; wer mit einer festen Vorstellung kommt, weniger. Die Mechanik folgt einer Spiellogik und nicht einer Kataloglogik, und das sollte man vor dem Start wissen.
Die Anpassung und ihre Grenzen
Die verfügbaren Einstellungen sind klar begrenzt, und das Spiel steht dazu. Verändert wird das Aussehen der gespielten Figur und das der Partnerin: Körperbau, Proportionen, Kleidung, einzelne Züge. Diese Einstellungen sind rein ästhetisch und wirken sich weder auf den Ablauf einer Szene noch auf das aus, was darin möglich ist. Gegenüber den allgemeinen 3D Sexspielen des Vergleichs, in denen der Charaktereditor das Herzstück bildet, ist das ein deutlicher Unterschied.
Manche Figuren lassen sich weniger verändern als andere.
Bei den am stärksten wiedererkennbaren Gestalten sperrt das Spiel einen Teil der Regler bewusst, damit sie erkennbar bleiben. Das passt zur Grundhaltung des Titels, dessen ganzer Wert auf der Lesbarkeit seines Ensembles beruht, verkleinert den Spielraum aber weiter. Wer einen tiefen Charaktereditor sucht, wird enttäuscht; es gibt keinen, und der Titel behauptet auch nicht, einen zu haben.
Der Ablauf einer Partie
Ist die Figur gewählt und eingestellt, lädt die Szene, eingeleitet von einigen Dialogzeilen zur Situierung. Ein Handlungsstrang im engeren Sinn ist das nicht: Die Dialoge setzen in wenigen Zeilen einen Rahmen und treten dann zurück. Der Inhalt gliedert sich anschließend in Stufen, wobei die Szenen an Dauer und an Intensität gewinnen, je weiter die Figur vorankommt.
Ein klassisches Freischaltsystem, hier im kleinen Maßstab angewandt.
Es gibt keine Kampagne, keine Karte zum Durchqueren, kein langfristiges Ziel: Der Fortschritt staffelt lediglich den Zugang zu den Szenen. Das Ergebnis ist eine kurze Schleife, schnell durchschaut, die dem Titel seinen Rhythmus gibt und ihm zugleich seine Grenze setzt. Der Katalog ist in wenigen Sitzungen durchlaufen.
Die Teamdimension
Darin unterscheidet sich der Titel am deutlichsten von den anderen Parodien des Vergleichs. Der Rahmen ist der eines Onlinespiels rund um eine Gruppe, in der jede Person eine Rolle ausfüllt, und die Parodie behält diese Struktur bei, statt sie durch ein einsames Erlebnis zu ersetzen. Gespielt wird also neben anderen verbundenen Personen, was im Genre selten vorkommt.
Der Preis dafür heißt Andrang.
Ein Spiel dieser Art hängt davon ab, wie viele Personen zur selben Zeit anwesend sind, und das Spielerlebnis fällt je nach Uhrzeit der Verbindung unterschiedlich aus. Das ist ein Merkmal aller Onlinetitel und kein Fehler speziell dieses einen, verdient aber einen Hinweis an alle, die zu ungewöhnlichen Zeiten spielen.
Die Varianten und der Zugang
Der Titel tritt nicht als einzelnes Spiel auf, sondern als Sammlung von Varianten auf demselben Figurenensemble, mit unterschiedlichen grafischen und thematischen Registern. Zwischen ihnen wechselt man über dieselbe Oberfläche, die übersichtlich bleibt und wenig Einarbeitung verlangt. Fünf Oberflächensprachen stehen bereit, womit der Titel über dem Durchschnitt des Genres liegt.
Gestartet wird im Browser, oder als Download in einer Windows-Fassung.
Beide Wege führen zum selben Inhalt, der zweite erspart das Nachladen zwischen den Szenen. Eine Unterstützung für VR-Headsets gibt es nicht. Tarifbedingungen veröffentlichen wir nicht, dafür ändern sie sich zu häufig, um hier verlässlich zu bleiben.
Lohnt sich der Test?
Ja, wenn Ihnen der Grafikstil des Hero Shooters etwas sagt und wenn Sie das Spielen neben anderen Personen mehr interessiert als ein vollwertiger Charaktereditor. In diesen beiden Punkten hat der Titel innerhalb der Parodien wenig Konkurrenz, und der Einstieg gelingt sofort.
Nein, wenn Sie Tiefe, einen umfangreichen Katalog oder weitgehende Anpassung suchen. Das Ensemble ist der Inhalt; ist es einmal durchgesehen, bleiben wenige Gründe zurückzukehren, und die verfügbaren Regler sind bewusst begrenzt.
Handelt es sich um ein offizielles Spiel?
Nein. Es ist eine unabhängige Parodie, die den Grafikstil des Hero Shooters aufgreift, ohne Verbindung zu dem Shooter, an dem sie sich orientiert, oder zu dessen Rechteinhabern. Die Figuren sind neu gezeichnete Archetypen.
Kann man mit anderen Personen spielen?
Ja. Der Titel behält den Rahmen eines Onlinespiels rund um ein Team bei, was unter Parodien selten bleibt. Das Erlebnis hängt davon ab, wie viele Personen gleichzeitig verbunden sind.
Kann man seine Figur frei wählen?
Nicht ganz. Bei jedem Start schlägt das Spiel eine begrenzte, zufällig gezogene Auswahl vor, und gewählt wird innerhalb dieses Vorschlags. Für eine bestimmte Figur muss man neu starten und hoffen.
Was lässt sich anpassen?
Das Aussehen der gespielten Figur und das der Partnerin: Körperbau, Proportionen, Kleidung, einzelne Züge. Die Einstellungen sind rein ästhetisch, und manche Figuren erlauben weniger davon als andere.
Muss man das Spiel installieren?
Nein, nicht zwingend. Es läuft im Browser. Daneben gibt es eine Windows-Fassung zum Herunterladen, die das Nachladen zwischen den Szenen vermeidet.
Häufige Fragen
Welche Note bekommt Overwatch-Parodie?
Overwatch-Parodie erreicht 7.4 von 10, berechnet aus vier gewichteten Kriterien: Grafik 7.6, Gameplay 7.8, Inhalt 6.8, Bedienung 7.4.
Auf welchen Plattformen läuft Overwatch-Parodie?
Overwatch-Parodie läuft auf PC · Browser.
Unterstützt Overwatch-Parodie VR-Headsets?
Nein, Overwatch-Parodie bietet keinen VR-Modus.