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Unser Test

GTA-Parodie

Parodie in offener Welt mit freier Fahrt durch eine Stadt und Szenen, die aus der Erkundung entstehen. Das weiteste Spielgelände des Vergleichs.

PC · Browser · Smartphone

Unser Fazit

7.4/10
Gesamtnote
Grafik7.2
Gameplay7.7
Inhalt7.5
Bedienung6.9

Stärken

  • Echte offene Welt
  • Freie Erkundung ohne Vorgaben
  • Viele zufällige Begegnungen

Schwächen

  • Veraltete Engine
  • Bildeinbrüche in dichten Zonen
  • Kein Speicherstand in der Browserfassung

Grand Fuck Auto überträgt die Formel der kriminellen offenen Welt in ein Pornospiel. Eine Stadt, ein Wagen, Figuren, denen man auf der Straße begegnet, und Szenen, die aus der Begegnung entstehen, statt in einem Menü gewählt zu werden. Die Parodie kündigt sich im Namen an, doch was der Titel seinem Vorbild entleiht, ist nicht die Handlung, sondern die Struktur. Man fährt frei umher, entscheidet, wohin es geht, und der Inhalt kommt, während man erkundet. Es ist der offenste Ansatz des Vergleichs, und zugleich derjenige, der die technischen Grenzen des Spiels am schnellsten offenlegt.

Was das Wort Parodie hier abdeckt

Der Begriff wird im weitesten Sinne verwendet. Der Titel spielt keine bekannte Mission nach und übernimmt keine wiedererkennbare Figur: Er behält die Codes, die gerasterte Stadt, die Fahrzeuge, die kleine Straßenkriminalität, und ersetzt das kriminelle Ziel durch eine Abfolge von Begegnungen. Wer eine Umschrift des Originals Szene für Szene erwartet, wird enttäuscht, darum geht es nicht. Übernommen wird eine Art, einen Raum zu bauen und den Spieler sich darin verlieren zu lassen.

Die Ähnlichkeit liegt in der Kulisse und in der Bewegungsfreiheit, nicht in der Erzählung.

Diese Entscheidung wirkt sich unmittelbar auf das Tempo aus. Zum Start lenkt kaum etwas: Die Anweisungen beschränken sich auf die Steuerung, danach zieht sich das Spiel zurück. Man fährt, steigt aus, spricht die Figuren an, die auf dem Bildschirm stehen, und die Szenen öffnen sich von Fall zu Fall. Wer nach Kategorien sortierte Kataloge mag, wird diese Ordnung frustrierend finden, denn ein Verzeichnis existiert nicht: Man muss die Stadt durchqueren, um zu erfahren, was sie enthält.

Die Begegnungen und was sie auslösen

Den Kern des Inhalts bilden die Figuren, denen man auf der Straße begegnet. Jede öffnet den Satz an Szenen, der ihr zugeordnet ist, und das abgedeckte Register reicht vom Geläufigsten bis zum Spezialisierten, von Analsex bis zu den Situationen, die das Genre zu den direktesten zählt. Nichts liegt hinter einem gezählten Fortschritt: Bedingung ist allein, die Figur gefunden zu haben. Die Kehrseite ist, dass die Inhaltsdichte von Viertel zu Viertel stark schwankt und ein Teil der Spielzeit damit vergeht, zu fahren, ohne jemandem zu begegnen.

Die Ausarbeitung der Begegnungen bleibt von Figur zu Figur ungleich.

Zwei Mechaniken aus dem Actionspiel

Zwei Anleihen beim Actionspiel unterscheiden den Titel von den Simulatoren des Genres. Die erste ist eine Verwaltung des Gesundheitsrisikos: Eine Begegnung kann eine Infektion übertragen, dargestellt als Zustand der Figur, und ein in der Stadt aufzulesender Gegenstand lässt sie wieder verschwinden. Die zweite ist die Straßengewalt, unverändert übernommen, mit der Möglichkeit, einen Passanten zu beschimpfen, zu schlagen oder mit dem Fahrzeug umzufahren. Beide Systeme bestehen vor allem, um an das Vorbild zu erinnern. Sie strukturieren die Partie nicht, und niemand muss sie benutzen.

Das erste wirkt als Einschränkung, das zweite als bloßes Dekor.

Spielen im Browser

Das Spiel öffnet sich im Browser, ohne vorherige Installation, auf Computer wie auf Telefon, und eine Fassung für den PC steht ebenfalls bereit. Das ist sein wichtigster praktischer Vorzug: keine Konfiguration zu prüfen, kein Download, und eine Sitzung, die in Sekunden beginnt. Diese Zugänglichkeit erklärt einen Teil des Publikums, sie setzt aber auch eine technische Obergrenze, die die Engine nie überschreitet, gleich auf welchem Rechner man sie startet.

Die Darstellung zeigt ihr Alter. Die Modelle sind kantig, die Texturen grob, die Beleuchtung gleichförmig, und die Bildrate bricht ein, sobald mehrere Figuren und Fahrzeuge denselben Ausschnitt belegen. Ausgerechnet die belebtesten Zonen der Stadt sind jene, in denen das Spiel am stärksten ruckelt, was bei einem Titel, dessen Hauptargument die Dichte ist, einiges heißt. Auf dem Telefon wird der Abstand noch größer, und manche Szenen lassen sich kaum noch verfolgen.

Man muss diese offene Welt nehmen, wie sie ist: weit, bevor sie schön ist.

Die Anmeldung und die Bankkarte

Der Zugang verlangt vor der ersten Partie ein Konto, und diese Anmeldung beschränkt sich nicht auf eine E-Mail-Adresse. Der Dienst verlangt die Eingabe einer Bankkarte, dargestellt als Altersprüfung und nicht als Zahlung. Das ist der wichtigste Punkt vor dem Start, denn er verschiebt die Bedeutung des Wortes kostenlos: Das Spiel verlangt nichts, um zu starten, aber es verlangt Bankdaten, um überhaupt erreichbar zu sein. Tarifbedingungen veröffentlichen wir nicht, da sie sich zu häufig ändern, um verlässlich zu sein.

Viele werden an dieser Stelle abbrechen, und das ist eine vertretbare Entscheidung.

Der Mitgliederbereich und seine Anhängsel

Nach Anlage des Kontos führt die Oberfläche in einen Nebenbereich, der weit über das Spiel selbst hinausreicht: weitere Parodien bekannter Lizenzen, fremde Kataloge, Angebote von Partnern. Dort finden sich unter anderem ein Bordellsimulator und eine Auswahl an 3D Sexspielen ohne Kauf. Diese Schichtung hat ihren Preis: Die Grenze zwischen Spiel und Werbung verschwimmt, und es braucht etwas Aufmerksamkeit, um bei dem Titel zu bleiben, den man ausprobieren wollte.

Oberfläche, Sprachen und Einzelspielerlebnis

Die Oberfläche ist in fünf Sprachen übersetzt, womit der Titel im oberen Mittelfeld des Genres liegt. Sie bleibt karg: wenige Einstellungen, eine rudimentäre Karte und Befehle, die man eher durch Versuche als über einen Hilfebildschirm entdeckt. Der Ton lässt sich über ein Symbol abschalten, was nützlich ist, da die Tonspur rasch in eine Schleife gerät. Weder eine Unterstützung für VR-Headsets noch ein Mehrspielermodus existiert: Die Stadt ist ausschließlich mit Figuren bevölkert, die das Spiel selbst steuert.

Erkundet wird allein, auch wenn der Maßstab der Kulisse etwas anderes nahelegt.

Lohnt sich ein Versuch

Ja, wenn Sie die Idee der offenen Welt mehr interessiert als die Politur, und wenn Sie den Inhalt lieber suchen als ihn aus einer Liste zu wählen. Das Spiel startet ohne Installation, es läuft auf bescheidener Hardware, und sein Gelände bleibt das weiteste des Vergleichs.

Nein, wenn Sie für einen als kostenlos angebotenen Titel keine Bankkarte hinterlegen wollen, wenn Ihnen Bildqualität wichtig ist oder wenn Sie zu mehreren spielen möchten. In diesen drei Punkten antworten andere Titel des Vergleichs besser.

Muss man etwas herunterladen?

Nein. Das Spiel öffnet sich im Browser, auf Computer wie auf Telefon, und eine Fassung für den PC existiert. Eine eigene Grafikkarte ist nicht nötig, da die Engine bewusst leicht gehalten wurde.

Ist der Zugang wirklich kostenlos?

Der Start verlangt keine Zahlung, doch die Kontoerstellung setzt die Eingabe einer Bankkarte voraus, dargestellt als Altersprüfung. Das ist die entscheidende Feinheit, die man vor dem Beginn kennen sollte.

Kann man mit anderen zusammen spielen?

Nein. Alle Figuren in der Stadt werden vom Spiel gesteuert, und eine gemeinsame Sitzung wird nicht angeboten. Der Maßstab der Kulisse lässt an eine geteilte Welt denken, das Erlebnis bleibt jedoch vollständig allein.

Funktioniert das Spiel mit einem VR-Headset?

Nein. Gespielt wird ausschließlich am Bildschirm. Die Engine, für den Browser ausgelegt, war nie für eine stereoskopische Darstellung vorgesehen, und eine kompatible Fassung wird nicht angeboten.

Wie viele Oberflächensprachen gibt es?

Fünf, womit der Titel über dem Durchschnitt des Genres liegt. Abgedeckt sind die Menüs und die Hinweise zur Steuerung, die beim ersten Start erscheinen.

Häufige Fragen

Welche Note bekommt GTA-Parodie?

GTA-Parodie erreicht 7.4 von 10, berechnet aus vier gewichteten Kriterien: Grafik 7.2, Gameplay 7.7, Inhalt 7.5, Bedienung 6.9.

Auf welchen Plattformen läuft GTA-Parodie?

GTA-Parodie läuft auf PC · Browser · Smartphone.

Unterstützt GTA-Parodie VR-Headsets?

Nein, GTA-Parodie bietet keinen VR-Modus.